Sonntag, 6. März 2016

Am Sonntag, 6. März 2016 Um 13:56 von Steffi in    3 comments
Die Urlaubssaison naht bereits wieder. Wer noch ein sonniges, kurzweiliges Plätzchen sucht, dem möchte ich heute einige Impressionen, Tipps & Ausflugsziele aus Fuerteventura zeigen. Ganz speziell mit Augenmerk auf die Zeit ein wenig außerhalb der normalen Reisesaison: Wir haben die Insel nämlich im Dezember/Januar besucht!



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Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren. Wenn man mit dem Auto vom südlichsten zum nördlichsten Punkt fährt, ist man etwas über 3 Stunden unterwegs – lässt sich also durchaus machen. 



Unser Hotel lag im Süden der Insel und zwar an der Costa Calma. Die „ruhige Küste“ trägt ihren Namen nicht zu Unrecht, denn im Süden gibt es lange, entspannte Sandstrände  und der Wind ist nicht so stark. Fast 21km kann man hier am Strand entlang wandern. Grundsätzlich ist Fuerteventura eine eher windige Insel, es lässt sich aber wirklich aushalten. Im Vorfeld hatte man mir erzählt, der Wind wäre störend. Die Empfindung konnten wir nicht teilen. Es kommt dabei aber auch sehr stark auf die Tagestemperatur an. Bei über 20 Grad macht einem der Wind absolut nichts aus, besonders nicht im Süden der Insel. Auch fliegt einem weder Sand, noch Handtuch um die Ohren. Wir haben uns nur an einem Strand aufgehalten (weiter im Norden der Insel), an dem wir wirklich unsere Sachen befestigen mussten.




Zur Temperatur allgemein ist es wie in deutschen Gefilden auch, im Frühling und Sommer ist es am wärmsten. Um die 30 Grad sind dann angesagt. 
Aber auch der Dezember und Januar sind angenehm! Ich gebe zu, dass im Januar die Schlecht-Wetter-Saison beginnt und man gerade Mitte des Monats Glück haben muss. Wir hatten die meiste Zeit um die 23 Grad mit einem Spitzenwert vom 25 Grad im Januar. „Kalt“ war es nur an wenigen Tagen mit um 20 Grad.
Die Wassertemperatur im Hotelpool ist aber nur etwas für Mutige! Wenn er nicht gerade beheizt ist, kühlt sich das stehende Gewässer auf ca 18 Grad ab :) Was mir nichts ausgemacht hat – wenn man einmal drin ist, dann ist es schön! Man ist zudem immer der einzige im Pool und kann sich richtig schön austoben.


Dafür kann man aber getrost im Meer baden. Hier ist die Wassertemperatur am Jahresende/-anfang um 20 Grad. Im ersten Moment natürlich auch ein kleiner Schock, aber danach sehr angenehm. Der Wellengang richtet sich wieder nach der Lage des Strandes. An der Costa Calma ist es namens-gebend eher ruhig. An anderen Stränden laden die Wellen zum Surfen ein und können einen auch so richtig umhauen.




Kommen wir deswegen gleich zu meinem ersten Ausflugsziel-Tipp und gleichzeitig meinem liebsten Strand. Hier waren wir gleich zweimal hintereinander, weil es uns dort so gut gefallen hat. Ajuy im Westen der Insel.



Der Weg nach Ajuy führt zu dem gleichnamigen abgelegenen Fischerdorf, welches aus geschätzt 5 Wohnhäusern, drei Restaurants bzw Cafés, einem kleinen Museum und einem Souvenirshop besteht. Das war’s dann auch schon. Klein und fein!
Der Strand ist ein absolutes Must-See. Er besteht nicht aus dem sonst vorzufindendem hellen Sandstrand, sondern aus dunklen, steinigen Sand. Der schwarze „Sand“ ist total schön, fühlt sich interessant an und lässt sich sehr leicht abklopfen, auch wenn er nass ist. Super Sache! Da es an diesem kleinen Abschnitt zu blutigen Piratenangriffen und Kämpfen kam, trägt der schwarze Strand den Beinamen Playa de los Muertos  („Strand der Toten“)



Eingekesselt wird der kleine Strand durch zwei Berghängen rechts und links, in dem sich Kalkhöhlen befinden. Diese sehen faszinierend aus, man kommt nur nicht ungefährlich hin. Wir haben uns an eine Höhle hingewagt, wobei ich mir die erste richtig schön blutende Schramme zugezogen habe :)



Neben dem tollen Strand, hätten wir hier endlich mal schönen Wellengang! Surfen ist hier nicht möglich, dafür die der Strandabschnitt zu klein, aber hier wird man richtig mitgerissen. Ich war sehr begeistert und liebe es in die Wellen zu springen. Sie reißen einen am Ufer richtig mit, da sie sich mit viel Kraft aufbauen, und man landet schnell mitten drin. Man landet aber auch genauso schnell wieder draußen, wenn man – so wie ich – von einer Welle einfach mal unwillentlich wieder ans Ufer geschleudert wird. Ganz ungefährlich ist es hier also nicht und Kinder haben dort im Wasser absolut nichts zu suchen.



Ajuy bietet einen schönen Aussichtspunkt, den man über die Klippen rechts vom Strand über befestigte Wege erreichen kann. Hier kann man einen Blick über das Areal werfen und die Kalköfen sehen.  Hier einmal hoch zu steigen, ist dringend zu empfehlen.



Auch kulinarisch bekommt man hier etwas geboten. Ich empfehle dringend den Fisch oder ein Ziegen-Gericht! Dies sind die beiden klassischen Gerichte der Insel und die Anwohner wissen, wie man sie zubereitet. Wir haben selten so guten Fisch gegessen. Auch das spanische Bier ist zu empfehlen ;)



Bekannt ist Ajuy nicht nur für die Höhlen und den Strand, sondern auch für seinen Sonnenuntergang. Für abends sollte man zu dieser Jahreszeit aber unbedingt eine Jacke dabei haben!




Besuchen solltet ihr also schon mal Costa Calma, und den Strand von Ajuy. Daneben ebenfalls: Playa de Bahia und Morro Jable …




In Morro Jable gibt es viele Restaurant und Kaffees am Ufer, wo man wundervoll sitzen und essen und aufs Meer und den Strand schauen kann! Zudem kleine Lädchen und Shops. In Morro Jable kann man gut einkaufen, hier versammelt sich gefühlt der halbe Einzelhandel des Südens.



… eingehen möchte ich noch auf den Strand von Cofete. Da dieser eine Besonderheit hat, stelle ich euch diesen wieder ausführlich vor. 
Der Strand von Cofete ist bereits auf dem Hinweg ein Abenteuer. Ihr braucht unbedingt einen Geländewagen (Autovermietungen sind überall zu absolut vertretbaren Preisen) um dort hin zu kommen. Es gibt aber auch Taxen, die am Anfang des Weges warten, um die Touristen zum Strand zu chauffieren. 
Wir sind mit dem gemieteten Geländewagen dorthin gefahren. Die Straßenführung ist bereist gewagt , den sie besteht aus sehr vielen, sehr engen Kurven. Auch von „Straßen“ zu sprechen, ist eventuell leicht übertrieben. Im Endeffekt ist es platt gewalzter Dreck mit Wällen aus Sand und Staub zu beiden Seiten. Besonders schön ist es, dass diese „Straße“ einmal hoch auf einen Berg führt, der klippenartig über dem Meer hängt. Dieser Weg wird dann auch noch so schmal, dass maximal ein Auto drauf passt. Ganz toll, wenn einem jemand entgegen kommt :)



Wenn man das also geschafft hat – so gefährlich ist es auch gar nicht, wenn man vernünftig fährt, aber als Beifahrer ist das schon stellenweise beängstigend – dann wird man mit einem tollen Strand belohnt. Dieser ist kilometerlang weiter geht und im Hintergrund von den Bergen begleitet wird. Zudem gilt er als einer der schönsten der Insel, was ich durchaus bestätigen kann!



Aufgrund der Länge des Strandes und mangelnden Widerstand pfeift dort der Wind auch mal gehörig. Wenn man Pech hat und einen kalten Tag erwischt (so wie wir), dann ist es auch für eingefleischte Wasser-Fans schwer ins Meer zu springen. Ansonsten kann man hier aber hemmungslosen baden, Strandsport betreiben, Surfen und sich Sonnen – man hat schließlich Platz ohne Ende. Kulinarisch gibt es eine kleine Gaststätte, die wir aber nicht ausprobiert haben. Zudem ist die „berühmte“ Villa Winter ebenfalls hier.




In der kleinen Wildnis rund um Cofete trifft man auch die einheimischen Tierarten: vorrangig Esel und Ziegen. So wie hier auf diesem Bild ist ein Großteil der Natur in Fuerteventura. Sand, Geröll und ein paar Büsche zwischendurch. In den Touristengegenden sind aber massenhaft Palmen für das optimale Urlaubsfeeling :)




Neben Eseln trifft man aber vor allem auch sehr viele freilaufende Katzen und diese süßen Nager. Sie laufen überall herum, besonders an der Costa Calma, und sind relativ zutraulich. Bei den ganzen fütternden Touristen auch kaum anders zu erwarten. 



Meine Strandfavoriten hätten wir damit abgehandelt! Eine weitere Empfehlung ist der größte Zoo der Kanaren, der sich auf Fuerteventura befindet. Der Oasis Park war mit eines unserer Highlight und auch wenn der Eintrittspreis einen erstmal umhaut, so würde ich es im Nachhinein immer wieder machen. 




Der Oasis Park ist ein Tierpark mit botanischem Garten und ist unglaublich groß. Die Tiere haben große Freigehege und viel Platz. Zudem wird das Programm um Shows und Attraktionen ergänzt. Einige sogenannte "Experiences" kann man dazu buchen. Dazu aber gleich mehr. 
Über 250 Tierarten kann man hier bestaunen und das fast das ganze Jahr über. Nur an Neujahr hat der Park geschlossen, ansonsten ist er immer bis 18:00 Uhr geöffnet. Zudem bietet der Zoo kostenlose Busse von großen Touristenzentren. Für diese braucht es auch keine Eintrittskarten zum Park, man kann dort also einfach so mitfahren und muss mich nicht ausweisen. Zumeist fahren die Busse von Hotels ab und bringen einen auch wieder dort hin zurück. Sehr praktisch! Man kann aber auch mit dem PKW oder dem Taxi dort hin fahren. 

Besonders beidruckend fand ich es, dass einige Tiere teilweise sehr zutraulich waren. Egal ob Giraffen, Kamele, Zebras... sie kamen alle zu einem und ließen sich streicheln oder füttern. Ich hatte bis dahin noch nie eine Giraffe angefasst! Das war schon besonders. 


Da der Park sehr groß ist, sollte man viel Zeit einplanen und bequeme Schuhe dabei haben. Auch kulinarisch kommt man wieder auf seine Kosten: Drei Restaurants bieten einheimische und internationale Speisen an. Wenn man doch mal fußfaul wird, kann man in den Zoo-eigenen Jungle-Bus einsteigen, der einen durch den Park kutschiert. 
Insgesamt bietet der Oasis Park vier Shows: Greifvögel, Seehunde und so weiter. Diese sind im Preis mit inbegriffen. Dazu buchen kann man sich "Experiences", bei denen eine kleine Gruppe an Leuten von einem Reiseleiter in Tiergehege geführt wird oder mit Kamelen durch den Zoo reiten kann. Wir haben die Lemuren Experience gebucht und waren absolut begeistert! So nah kommt ihr diesen Tieren nie wieder.  


Wir waren etwas über zwei Wochen dort und haben es sehr genossen. Es war ein schöner, entspannter Badeurlaub. Wer gerne ausbiege Städte- und Shoppingtouren macht, dem sei die Insel nicht unbedingt zu empfehlen. Im Norden schon eher, da gibt es dann die größeren Städte, aber der Süden ist sehr ruhig. Hier könnt ihr euch ganz aufs baden, relaxen und Wellness konzentrieren. 


Am liebsten würden wir gleich noch einmal hin! 

Wart ihr schon mal auf Fuerteventura? Wie hat es euch gefallen?  

Bis dahin,


Kommentare:

  1. Ich war noch nie auf Fuerteventura,aber möchte da iwann unbedingt mal hin!

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  2. So schöne Bilder <3 Hast es ja dich geschafft, dass sie nicht zu überladen wirken :D Ich war als Kind mal da im Sommer und kann mich nur daran erinnern, dass es unglaublich heiß war :D

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  3. Also mich hast du überzeugt, wenn ich mir im Herbst Urlaub leisten kann, will ich genau dahin. :D Der Zoo klingt einfach wunderbar, die Strände sehen so wunderschön aus. :) Und preislich scheint ja auch alles im Rahmen zu sein.

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