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Katzenkratzer im Leder! Eine Rettung

Katzenkratzer in Ledersesseln, -stühlen oder der -couch sind manchmal eine unangenehme Begleiterscheinung der Katzenhaltung. Einige Tiere sind geradezu versessen darauf sich an Ledermöbeln zu verewigen und dass trotz genug Kratzangebot in der Wohnung. Jede Katze hat da eigene Interessen… einige lässt Leder ziemlich kalt, sie stehen mehr auf Tapeten oder Vorhänge. Unsere beiden Katzenmonster haben neben Kratzbaum und Kratzpappe, jede Menge „erlaubte“ Kratzflächen in der Wohnung. Die Dame Nala findet das auch klasse! Ihr reicht das Angebot voll und ganz und sie sieht man dauernd an diesen Dingen herum kratzen. Leder, Gardinen oder Tapete findet sie ziemlich langweilig. Mit ihr haben wir großes Glück gehabt!

Der kleine Mann Bagi hingegen… er liebt Leder. Kein Stuhl, keine Tasche und kein Schuh ist während einer akuten Kratzattacke vor ihm sicher. Diese Kratzphasen hat er allerdings nur hin und wieder. Oft lässt er die Lederstühle wochenlang in Ruhe, nur um dann ganz plötzlich einen Kratzanfall zu kriegen! Wir sind uns nun schon einig, dass die Stühle bald ausgetauscht werden müssen… bis dahin sollten sie aber dennoch irgendwie akzeptabel aussehen und daher bin ich ganz glücklich über die Entdeckung von Flüssigleder.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Man kann flüssiges Leder kaufen, um Kratzer im Leder auszubessern. Das funktioniert ganz gut bei glatten Lederflächen, wie zum Beispiel hier bei meiner Sporttasche (leider nur als Handy-Foto). Ein Wunder darf man aber natürlich nicht erwarten.

Komplett weg bekommt man die Kratzer und Löcher natürlich nicht wieder. Was kaputt ist, ist kaputt. Durch die Behandlung mit Flüssigleder kann man aber noch ein wenig zur Optik beitragen. Besonders bei großen Investitionen, wie einer Couch, ist mir das immer doch lieber als ein Neukauf. Eine Tasche kann man noch austauschen, obwohl das natürlich auch auf Dauer nicht sonderlich zielführend ist. Am effektivsten wäre es, wenn die Katzenmonster ihre Krallen mal stecken lassen würden!! Na ja, mal sehen, ob der kleine Mann sich das noch abgewöhnt, wenn er älter und jetzt ja auch kastriert ist. Man darf ja noch hoffen oder?

Flüssigleder und Lederfresh

Flüssigleder kommt in einer kleinen Tube mit einer spitzen Öffnung. Damit könnt ihr die Löcher und Risse mit der Farbe auffüllen- es ist leicht gelartig und lässt sich gut verschmieren. Ganz wichtig ist, dass die betroffene Stelle vorher glatt geschmirgelt wird (Lederschleifpad!) und fettfrei ist. 

Leder Fresh ist quasi Farbe. Sie kommt flüssig in einer kleinen Flasche mit Schraubverschluss und Schwamm. Für große Flächen ist der kleine Schwamm natürlich nicht gut geeignet. 

Beide Produkte – die es in vielen verschiedenen Farben gibt – empfehle ich zusammen zu kaufe. Durch das Lederfresh werden die Übergänge verblendet und es sieht alles viel harmonischer aus. Das seht ihr aber jetzt im Anwendungsbeispiel

Gekauft habe ich alles über www.lederzentrum.de. 

Anwendungsbeispiel

Unseren armen Esszimmerstuhl hat es an der hinteren Lehne erwischt. Die Kratzer sieht man deutlich, alleine wegen des Farbunterschiedes. Der Übeltäter hat sich übrigens während meiner Reparaturarbeiten schön auf den Stuhl gelegt und ganz unschuldig geguckt. Wenn man genau hinsieht, sieht man links den Schwanz herunter hängen 🙂 

Step 1

Mit Alkohol reinigen, damit die Stelle fettfrei ist und danach mit dem Schleifpad die Fläche glätten. Alles überstehende, wenn nötig, abschneiden.

Step 2

Die Löcher mit dem Flüssigleder bedecken.

Step 3

Kurz antrocknen lassen und dann mit Leder Fresh drüber gehen. Bei großen Farbunterschieden mehrmals drüber gehen. Die Flasche ist sehr ergiebig. Man muss aber bedenken, dass man die komplette Fläche damit bearbeiten muss. Im Falle des Stuhl also die komplette Lehne. Das ist mir eigentlich viel zu viel und es wird nie streifenfrei. Daher ist diese Reparatur eher was kleinere Flächen.

Das war es auch schon. Trocknen lassen und schon ist es halbwegs hinnehmbar. Oder sagen wir mal so: Wenn man nicht genau hinsieht, dann fällt es keinem auf. Man muss mit dem leben, was man hat 🙂 Oder sich neue Stühle kaufen – was wir wohl bald machen werden. Stühle aus Leder werden es dann aber wohl nicht mehr werden.

Für mich ein Retter für kleinere Stellen. Die Ecke unsere Couch habe ich damit komplett gerettet – also da bin ich ganz stolz drauf 🙂 Zum Glück ist das aber nur eine mini-Fläche gewesen, im Vergleich zu einer kompletten Stuhllehne. Unsere Couch muss also definitiv nicht mehr ausgetauscht werden. Zum Glück. Und auch mit meiner Sporttasche bin ich in dem Zustand wie oben ganz zufrieden. 

Kanntet ihr Flüssigleder? Wie rettet ihr eure Möbel vor den Katzen?

 

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11 Comments

  • Reply Daniela

    Ohja, das mit den Katzen und dem Leder kennen wir nur zu gut! Wir haben zwar üebrall Hussen drüber, aber selbst da wird durchgekratzt oder es verrutscht mal unbemerkt etwas – und schwupps… 😀 Danke für die Tipps, das werden wir auf jeden Fall auch mal antesten 😉

    15. Februar 2017 at 15:20
    • Reply Steffi

      Ja Hussen hatte ich auch mal überlegt für die Stühle. Finde ich aber auch nicht gerade so sexy 😀 Es werden wohl doch neue Stühle werden hihi
      Danke für dein Kommentar!

      15. Februar 2017 at 16:54
  • Reply Die Katzenfreundewelt

    Hallo Steffi,
    der Unterschied ist deutlich zu sehen. Für Ledermöbel ist das auf jeden Fall eine Empfehlung und einen Versuch wert.

    LG Gabi

    15. Februar 2017 at 16:38
    • Reply Steffi

      Hi Gabi,

      danke 🙂 Ein Wunder darf man nicht erwarten, aber es ist auf jeden Fall ein Unterschied. Gerade für Sachen, die man nicht so eben einfach austauschen kann. Eine Couch zum Beispiel… Oder die Sporttasche, wo man einfach keine Lust hat eine neue zu kaufen 😀

      Grüßle

      15. Februar 2017 at 16:56
  • Reply Beauty Mango

    Sowas kannte ich ja noch gar nicht! Sowas sollte es auch für Polster geben 😀

    15. Februar 2017 at 20:30
    • Reply Steffi

      Ja, das wäre genial! Unsere lassen die Polster allerdings in Ruhe. Ich schätze, eine Gardienen Reperaturflüssigkeit würde den meisten aber sehr helfen 😀

      17. Februar 2017 at 12:18
  • Reply Blunia

    Wir haben über bestimmte Ecken z.B. die Seite der Couch oder auch dem Betthimmel einfach eine farblich passende Decke gelegt. Am besten direkt nach der ersten Kratzattacke abdecken. So wird das Interesse der lieben Samtpfoten sofort abgelenkt. Beim Boxspringbett schützt ein großes Laken die stoffbezogenen Seiten.
    Man sollte ein einheitliches Wort vereinbaren, das man den Katzen sagt, wenn sie etwas nicht sollen. Bei meinen wirkt „Nein“ verbunden mit erhobenem Zeigefinger (ehrlich!) am besten.
    Weiterhin haben wir viele Kratzangebote in der gesamten Wohnung verteilt, Kratzbretter aus Wellpappe mögen meine Katzen am liebsten, danach folgt die Kratztonne (Sisalbezug) und danach erst der Kratzbaum. Auch ein teppichbezogener Teppichkern als Verbindung zwischen zwei Schränke war anfangs der Hit.
    LG Blunia

    16. Februar 2017 at 7:11
    • Reply Steffi

      Ich glaube Bagi versteht das Nein nicht so wirklich. Wir sagen so oft, BAGI NEIN, dass er bestimmt denkt, er heißt BAGINEIN…

      17. Februar 2017 at 12:19
  • Reply Isabella

    Das ist ja ein großartiger Tipp. 🙂 Mein Kater lässt zwar die Möbel in Ruhe, aber Taschen findet er ganz reizend. Ich war schon kurz davor ein paar wegen dieser Kratzspuren wegzuschmeißen, aber dann werde ich das Flüssigleder lieber einmal ausprobieren.

    19. Februar 2017 at 13:22
    • Reply Steffi

      Freut mich, dass es dir hilft! Auf Taschen funktioniert es bei mir immer ganz gut 🙂 Zumindest bei der Sporttasche und bei der Aktentasche vom Mann <3

      22. Februar 2017 at 12:15
  • Reply Jana Horn

    Ich darf auch keine Handtaschen herumliegen lassen… die Henkel werden sonst angekaut!
    Mein Sofa hat einen Textilbezug, der leider auch regelmäßig Kratzattacken ausgesetzt ist. Nicht, dass nicht unsere ganze Wohnung voll mit erlaubten Kratzgelegenheiten wäre – aber bei meinem alten Sofa war es mir relativ egal und ich war nicht konsequent genug. Die beliebtesten Kratzstellen habe ich jetzt mit transparenter Dekofolie abgeklebt. So haben die Krallen keinen Halt mehr und es macht keinen Spaß mehr. Ich hoffe, dass ich die Folie irgendwann abnehmen kann, wenn Ingwer sich abgewöhnt hat dort zu kratzen.

    Liebe Grüße ♥

    22. Februar 2017 at 13:55