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Wenn Liebe durch Schnurrhaare geht: So waren die ersten Stunden mit unseren Katzen

Wie der ein oder andere bereits durch diverse Social Media Kanäle mitbekommen haben dürfte, bereichern seit einigen Monaten zwei Katzen unser Leben. Wir haben uns damit einen langen Wunsch nach fellnasiger Begleitung erfüllt. Mein Verlobter und ich waren immer schon Katzenfans und haben seit Jahren überlegt uns welche anzuschaffen. Nun war also der richtige Moment gekommen! Natürlich mussten wir uns erstmal mit den neuen Familienmitgliedern vertraut machen und uns kennen lernen. Jetzt, da sich alles eingespielt hat, möchte ich diese Erlebnisse gerne mit euch teilen.

Wir haben eine 5 Monate alte Katze und einen 2,5 Monate alten Kater zu uns geholt. Beide pechschwarze Hauskatzen aus verschiedenen Haushalten. Sie kannten sich vorher also nicht – zu der ersten Begegnung der beiden, werde ich bestimmt auch noch etwas zu berichten wissen 🙂 Der kleine Mann kam als erster bei uns an. Benannt haben wir ihn nach dem schwarzen Panther aus Disneys Dschungelbuch: Baghira. Allerdings rufen wir in fast nur Bagi. Denn wir wussten schon damals, dass auch dem fluffigen Baby mal ein ganz stolzer Panther wird.

Bagi hält uns ganz gut auf Trab. Katzenbabys brauchen noch viel Bespaßung und natürlich ganz viel Liebe. Am besten haben sie auch Gesellschaft und deswegen kam ganz bald danach eine Spielgefährtin dazu. Wir haben uns nicht bewusst dafür entschieden ein Weibchen dazu zu holen – das ist einfach so passiert. Gesehen und verliebt. Eigentlich sagt man, die beste Kombination wäre ein gleichgeschlechtliches Katzenpaar. Allerdings haben unsere beiden nach der ersten Eingewöhnungszeit keinerlei Probleme miteinander. Worüber ich sehr froh bin!

Nala haben wir nach der kleinen Löwin aus Disneys König der Löwen benannt. Sie macht der Löwen-Prinzessin auch alle Ehre, denn sie kann eine richtige Diva sein. Aber dafür ist sie auch eine ganz besonders hübsche. Die beiden haben natürlich einen eigenen Instagram-Account, falls ihr noch mehr Cat Content für euer Wohlbefinden braucht: Unter Die Katzenmonster erhaltet ihr dies täglich!

 

Die Ankunft im neuen Heim: Über Quarantäne und Angsthasen

Wenn eine Katze einzieht, dann findet man als fleißig recherchierender Neu-Katzenbesitzer schnell das Wort Quarantäneraum . Was jetzt nach Zombieapokalypse und Patient X klingt, ist ein hochtrabender Begriff für eine ganz simple Vorgehensweise: Tür zu. Da auch wir so angefangen haben, erzähle ich euch von der Ankunft unsere beiden Monster und den Sinn eines Quarantäneraumes.

Tür zu, Katze drin

Katzen sind Gewohnheitstiere. Sie aus einer gewohnten Umgebung herauszunehmen und in eine neue zu bringen, bedeutet für die Tiere erstmal Stress pur. Um dem kleinen Fellknäuel die Eingewöhnung zu erleichtern, sollte man ihm nicht zu viel auf einmal zumuten. Man präsentiert seine Wohnung häppchenweise. Zunächst zeigt man nur einen  Raum in der Wohnung. Dieser sollte verschließbar und ruhig sein und nicht allzu viele Verstecke bietet. Die Katze kann sich erstmal an den neuen Geruch gewöhnen.

Grundausstattung Quarantäneraum

Ruhiger, verschließbarer Raum
Wenig Versteckmöglichkeiten
Kuschelige Decke, Kissen oder ähnliches
Trinkwasser
Futter
Katzenklo

Die Theorie: Vorgehensweise und Verhalten der Katze

Man stelle – so die Theorie – den Transportkorb im Raum ab und öffnet die Korbtüren. Die Katze soll nun selbst entscheiden, wann sie den sicheren Korb verlassen möchte. Das kann auch mal Stunden dauern. Wenn die Katze sich gar nicht raus traut, dann kann man mit Leckerlis oder Spielzeug versuchen zu locken. Viele Katzen erkunden erstmal den Raum und verziehen sich dann in die nächstbeste “sichere” Ecke. Da sollte sie dann auch in Ruhe gelassen werden. Sie wird den Mut finden sich allein im Raum zu bewegen – besonders, wenn leckeres Futter lockt.

Wenn sich gar nichts im Korb bewegt, dann lasst ihr sie am besten mal ein Stündchen allein und guckt dann einfach später nochmal vorbei.  Vor Publikum ist das schließlich nicht so einfach…

Wenn die Katze im Raum sicher unterwegs ist und neugierig wird, dann kann man die Tür öffnen und ihr die weite Welt präsentieren. Auch hier kann es passieren, dass sich die Katze nach einer Erkundungstour ein wirklich sicheres Versteck sucht. Also dort, wo man sie gar nicht mehr erreichen kann 🙂

Im Grunde ist es immer für die Katze am besten, sie in Ruhe zu lassen. Wenn sie sich nicht sicher fühlt, dann versteckt sie sich. Ihr macht es dann auch nicht besser, wenn ihr sie wieder aufscheucht. Am effektivsten und stressfreisten für die Katze ist, wenn ihr ganz normal eurem Alltag nachgeht und sie einfach dort lasst. Stellt Katzeklo, Wasser und Futter in die Nähe des Verstecks. Redet beruhigend mit ihr, wenn ihr dort vorbei geht. 

Soviel zur Theorie – jetzt die Praxis! Der Tag als Bagi kam

 

“Die Katze soll nun selbst entscheiden, wann sie den sicheren Korb verlassen möchte. Das kann auch mal Stunden dauern.”

Pustekuchen! Unser kleiner Bagi sprang wie von der Biene gestochen aus dem kaum hingestellten Korb und flitze so schnell durch das Zimmer, das man gar nicht hinter her kam. Der erste Gang ging wie selbstverständlich aufs Katzenklo. Dann ist er gleich weiter geflitzt. Dann wurde sich der Bauch vollgeschlagen und … weiter geflitzt. Streicheln? Keine Zeit! Hier gibt’s soviel zu entdecken!

In seinem Fall wurde die Tür zur weiten Wohnungs-Welt also nach nicht mal 10 Minuten geöffnet. 

 

“Auch hier kann es passieren, dass sich die Katze nach einer Erkundungstour ein wirklich sicheres Versteck sucht.“

Bagi hält von Verstecken so überhaupt nichts. Die Wohnung wurde sofort zu seinem Revier erklärt und er verbrachte Stunden damit dieses zu entdecken. Er hat sich in Ecken gepresst, die kannten wir nicht mal! Aber er kam immer wieder raus, um weiter zu schnüffeln und überall herum zu turnen.  Wenn ihr so aktive und neugierige Katzen habt, dann gilt hier wieder die goldene Regel: Einfach in Ruhe lassen. Wenn das neue Revier erkundet wird, dann ist für Kuscheln grad einfach keine Zeit. Obwohl sie natürlich so süß sind, dass man sich arg zusammenreißen muss.

Bagi hatte sich am Abend dann auch wieder beruhigt und kam ganz ausgiebig von alleine zum Kuscheln. Mit unserem kleinen Monster hatten wir also einen sehr einfachen, unkomplizierten Start. 

Der Tag als Nala kam… wie aus dem Lehrbuch

Unsere süße Nala. Sie verhielt sich absolut vorschriftsmäßig und hat jede Theorie aus unzähligen Handbüchern bestätigt.

 

“Die Katze soll nun selbst entscheiden, wann sie den sicheren Korb verlassen möchte. Das kann auch mal Stunden dauern.”

Und es dauerte Stunden!

Die erste halbe Stunde saßen wir geduldig da und redeten beruhigend auf sie ein. Keine Reaktion. Die zweite halbe Stunde lockten wir mit allerlei bunten Spielzeug und Leckerli. Keine Chance.  Also gingen wir aus dem Raum und ließen sie in Ruhe. Als wir nach etwas mehr als einer Stunde einen Blick rein wagten, saß sie tatsächlich vor dem Futter. Aber oh je…  kaum hatte sie uns gesehen – zack! ab hinter den Schrank und weg war sie.

Also nahmen wir – ganz vorschriftsmäßig  – unseren normalen Alltag wieder auf. Liefen an ihr vorbei, redeten mit ihr, aber kamen ihr nie zu nahe oder blickten gar dauernd in das Versteck. Stellt euch mal vor, ihr habt euch vor Angst verkrochen und dann glotzt da alle 10 Minuten so ein fremder Riese rein…  

Gegen Abend, schlanke 8 Stunden später,  kam Madame dann tatsächlich ganz langsam um die Ecke des Quarantäne Raums. Wir hatten zwischenzeitlich nämlich die Tür geöffnet und uns ins Wohnzimmer auf die Couch gesetzt.

 

“Auch hier kann es passieren, dass sich die Katze nach einer Erkundungstour ein wirklich sicheres Versteck sucht.“

Und sie fand viele, sehr viele sichere Verstecke. Schwarze Katzen sind Meister im Verstecken – unglaublich. Nala war die ersten Tage quasi unsichtbar. Sie flitze vom Quarantäneraum gleich ins nächstbeste Versteck hinter der Couch und blieb dort. Es dauerte noch bis zum Abend des folgenden Tages, bis sie sich  dazu durchringen konnte, den Rest der Wohnung zu erkunden. Und wie sie das getan hat, werde ich wahrscheinlich auch nie wieder vergessen:  Ganz flach auf den Boden gedrückt, bewegte sich Nala schutzsuchend durch die Wohnung. Es dauerte Stunden bis sie aufrecht ging – hach, die arme Kleine.

Heute, 3 Monate später, fühlt sie sich sichtlich wohl und sicher bei uns.  Sie erkunden hocherhobenen Hauptes täglich ihr Revier und scheuchen nun uns umher 🙂 Mittlerweile komme ich mir vor wie ein Untermieter in meiner eigenen Wohnung – die beiden haben jetzt das Sagen 🙂 Allerdings merkt man Nala in einigen Situationen immer noch, dass sie etwas unsicher ist. Es kann – so die Theorie mal wieder – sogar bis zu 6 Monate dauern, bis sich eine Katze vollständig eingelebt hat! Oder in Bagis Fall : 6 Sekunden.

Das waren die ersten Stunden mit unseren Katzenmonstern! Wie war es mit euren Katzen? Interessiert euch die Zusammenführung der beiden? Fauchen und Knurren inklusive.

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8 Comments

  • Reply Dani

    Gern mehr Katzeninhalte. Ich bin ja selber ein Fan und kann daher gar nicht genug davon bekommen.

    6. Januar 2017 at 11:55
    • Reply Steffi

      Die wird es geben. Dauernd, meine Liebe… dauernd!

      6. Januar 2017 at 15:50
  • Reply Svenja Ausverkauft

    Awwwww 😀 So schön zu lesen, wie es bei euch war. Wir haben ja auch ein komplett schwarzes Dreamteam, allerdings sind die Beiden Geschwister.
    Damals war der Mister noch kleiner und vor allem schüchtern. Er hat sich erst am nächsten Morgen so richtig aus der Box getraut. Die Schwester hat direkt das Ankunftszimmer erkundet. Bei uns waren sie tatsächlöich wegen dem Kleinen 4 Tage im ersten Zimmer. Seitdem dürfen wir in ihrer Wohnung leben xD

    6. Januar 2017 at 11:59
    • Reply Steffi

      Aw wie süß! Bei Geschwistern ist das bestimmt auch total niedlich… Wir haben die beiden die ersten Tage auch getrennt, die kannten sich ja gar nicht. Zu der Zusammenführung schreibe ich noch was, das war nämlich auch total witzig 😛

      6. Januar 2017 at 15:51
  • Reply Anne

    Sehr schön beschrieben ❤ Wir haben auch 2 schwarze Katzen, 2 Mädels und der Start mit Beiden war wirklich unkompliziert. Wir haben ihre Box vor das Katzenklo gestellt und die Box stand noch nicht mal richtig auf dem Boden, da rannten die schon in ihr Klo. Danach ging es für 15 Minuten unter die Couch und danach war das Eis gebrochen und sie fühlten sich sichtlich wohl in ihrem neuen Zuhause. Der Umzug in unser Haus war dann etwas stressiger, da brauchten sie etwa eine Woche, um sich einzuleben.
    Ich freue mich auf weiteren Katzencontent!
    Liebe Grüße
    Anne

    6. Januar 2017 at 19:38
  • Reply Vicky

    Meine beiden sind Geschwister und kamen daher gemeinsam an. Es hat auch eine Weile gedauert bis sie die Transporter verlassen haben, dann haben sie aber langsam und Zimmer für Zimmer alles erkundet. Sie waren auch beide gleich relativ vertraut mit uns, der Kuschelmonster-Kater hat sogar sofort mit uns geschmust. Probleme gab es so gar keine, das hat mich total gefreut 🙂

    7. Januar 2017 at 21:23
  • Reply Billchen

    Aww, so süß die beiden und schön das sie sich verstehen 🙂 Meine Luna ist auch ganz schwarz und ich wünsche mir eigentlih auch noch einen Katzenfreund für sie. Allerdings ist sie schon über 10 Jahre alt, da wird das Zusammenführen dann vielleicht nicht ganz so einfach.

    12. Januar 2017 at 14:06
  • Reply Nyxx

    ♥♥ hach ja! Ich hätte so gern auch wieder Katzen ^^. Aber ist leider aktuell gar nicht machbar, eine Schande ist das.
    Bei den Eltern hatten wir immer nur Einzelkatzen mit Freigang. Und das ist auch alles schon so ewig her… Unsre Letzte ist ja tatsächlich auch 12 geworden, das ist alles in meinem Kopf schon verschwunden. Schade eigentlich :/
    Ich freu mich auf jeden Fall über Katzenberichte ^^

    12. Januar 2017 at 23:08